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HHLA halten


06.07.2009
Bankhaus Lampe

Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Sebastian Hein, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die Aktie der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) (ISIN DE000A0S8488 / WKN A0S848) unverändert mit dem Rating "halten" ein.

Am 03.07.2009 seien die Analysten mit Investoren auf einem Field-Trip in Hamburg gewesen und hätten dort Gelegenheit gehabt, den Hamburger Hafen zu besuchen und mit dem CFO Dr. Roland Lappin aktuelle Marktentwicklungen zu diskutieren.

Dr. Lappin habe auf die gute Aufstellung des Unternehmens hingewiesen, durch die sich auch die aktuelle Wirtschaftskrise bewältigen lasse. Der Hamburger Hafen besitze aufgrund der vorteilhaften geographischen Lage Wettbewerbsvorteile gegenüber anderen Häfen der Nord-Range wie beispielsweise Antwerpen.

Wie bereits am 15.06.2009 kommuniziert, sei die Wirtschaftskrise deutlich in den Ergebnissen des ersten Quartals abzulesen. Dabei hätten trotz eines Margeneinbruchs auf 29,7% (EBITDA-Marge) operativ schwarze Zahlen geschrieben werden können. Am deutlichsten sei der Bereich Intermodal betroffen gewesen, wobei hier die gestiegenen Personalkosten infolge des Personalaufbaus und der Lohnsteigerungen belastet hätten.


Zur Sicherung der Ergebnisqualität sei bereits ein Kostensenkungsprogramm aufgelegt worden, durch welches die Materialkosten bereits im ersten Quartal um 24,7% hätten gesenkt werden können. Auf der Personalkostenseite steuere man unter anderem mit Kurzarbeit entgegen. Zudem habe die letzte Tarifrunde mit einer Nullrunde abgeschlossen werden können. Während man zuletzt kommuniziert habe, sich in 2009 am unteren Ende der CAPEX-Guidance von 280 bis 320 Mio. EUR zu bewegen, sei nunmehr davon auszugehen, dass die HHLA sogar unter 280 Mio. EUR liegen werde (BHLe: 260 Mio. EUR).

Dennoch seien Investitionen in die Infrastruktur notwendig, um den wachsenden Schiffsgrößen gerecht zu werden. Zu diesem Zweck werde insbesondere in die Kaimauern und die Krananlagen investiert. Die HHLA habe im Zuge der Q1-Berichterstattung bekannt gegeben, dass 50% der Investitionen, also 600 Mio. EUR, bis nach 2012 verschoben werden könnten.

Die Visibilität über die weitere operative Entwicklung sei nach Aussagen von Dr. Lappin unbefriedigend. Eine seriöse Prognose sei derzeit nicht abzugeben. Bislang habe die HHLA einen deutlichen zweistelligen Prozentrückgang beim Volumen und Umsatz-, EBIT und EBIT-Marge unter dem Vorjahreslevel in Aussicht gestellt. Es sei derzeit noch nicht sicher, ob die Guidance zur Halbjahresberichterstattung konkretisiert werden könne. Die Analysten hätten angesichts der anhaltenden Schwäche der Weltwirtschaft ihre Schätzungen nach unten angepasst und würden nun mit einem Rückgang beim Umsatz von 13,8% rechnen. Eine EBITDA-Marge von knapp 28% sollte dennoch erreichbar sein. Der Aktionär soll weiterhin mittels einer stabilen Dividendenpolitik (50 bis 70% des ausschüttungsfähigen Gewinns) am Unternehmenserfolg beteiligt werden.

Auf lange Sicht seien die Wachstumstreiber für die HHLA weiterhin gegeben. Der Hamburger Hafen sollte insbesondere von der Kosteneffizienz und der geographischen Lage profitieren. Das Unternehmen rechne mit einer Konzentration der Cargo-Umschläge auf die internationalen Logistik-Hubs, u. a. Hamburg.

Die Analysten vom Bankhaus Lampe empfehlen derzeit weiter eine abwartende Haltung gegenüber der HHLA-Aktie. Im Rahmen ihres Field-Trips sei die gute Aufstellung des Unternehmens erneut deutlich geworden, wenngleich aufgrund der fehlenden Visibilität Unsicherheitspotenziale für die Aktie vorhanden seien. Nach Anpassung der Modelle der Analysten ergebe sich ein von 28 auf 26,50 EUR reduziertes Kursziel. (Analyse vom 06.07.2009) (06.07.2009/ac/a/d)




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